21/05/2026
🐍 Bonusrunde: Musik aus Schlangenperspektive
Ihr kennt jetzt die vier Stücke von .craft Aber wie würde eine Königspython sie erleben?
Ulrich Hofer ist nicht nur Komponist, sondern auch Biologe und Schlangenfan. Also haben wir das Experiment gewagt und einige der Stücke mit Skriabins Ton-Farb-System durch zwei biologische Filter gejagt:
🦻 Schlangen-Ohr: Schlangen hören über Kieferknochen-Vibrationen, optimiert auf 80–160 Hz. Das sind die tiefsten Cello- und Kontrabasstöne, Pauken. Violinen, Flöten, Oboen: für die Schlange praktisch unhörbar. Was übrig bleibt, seht ihr in Bild 1.
👁️ Schlangen-Auge: Königspythons sehen nur UV und Grün-Gelb. Kein Rot, kein Blau, kein Violett. Diese Farben nochmal gefiltert ergibt Bild 2 — gedämpftes Gold, viel Dunkelheit.
Das poetische Ergebnis: Sursum, das Stück mit der stärksten menschlichen Farbwirkung (Rot und Violett), wäre für die Schlange fast unsichtbar. Von der ganzen Spannung des Stücks bliebe nur Dunkelheit. Ausgerechnet die Musik, die am meisten leuchtet, verschwindet für das Reptil.
Ein riesiges Merci an .craft, dass wir dieses verrückte, wunderbare Projekt machen durften. Musik in Farben übersetzen, Farben in Garn wickeln, und am Schluss eine Schlange drüber schauen zu lassen. So etwas entsteht nur, wenn man sich traut, Welten auch mal zu mischen. 😀
Falls ihr als Musiker:in, Band oder Ensemble Lust habt, eure Musik in Garnpakete zu übersetzen oder selbst mal eine Special Edition zu machen — meldet euch. Wir sind offen für neue Kollaborationen und gespannt auf eure Klangwelten.
Entfesselt Eure Kreativität!
(Kleiner Disclaimer: Das Ganze ist ein liebevolles Gedankenexperiment. Wer Fehler findet, darf sie behalten... Die Schlange beschwerte sich bis jetzt jedenfalls noch nicht 😉)