08/04/2026
Über 2,50 Euro kostet ein Liter Diesel inzwischen im bundesweiten Durchschnitt. Das ist keine abstrakte Zahl, das ist eine reale Bedrohung für unsere Wirtschaft.
Rechenbeispiel: Bei einem Preisanstieg von rund 40 Cent pro Liter entstehen einem einzigen LKW Mehrkosten von etwa 1.200 Euro im Monat, wie Berechnungen des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung zeigen. Für eine mittelgroße Spedition mit 50 Fahrzeugen summiert sich das auf über 700.000 Euro im Jahr. Das sind keine Schwankungen, das sind massive Eingriffe in die wirtschaftliche Substanz. Sechsstellige Mehrbelastungen, die kein mittelständischer Betrieb einfach auffangen kann.
Der Bund der Selbständigen Bayern fordert deshalb ein sofortiges Umsteuern:
1. Deutliche Senkung der Kraftstoffsteuern und sofortige Aussetzung der CO₂-Abgabe. Über 1,08 Euro pro Liter fließen heute direkt an den Staat. Das ist kein Marktpreis, das ist Politik. Und Politik lässt sich ändern.
2. Temporäre Preisdeckelung bei 1,50 Euro pro Liter. Dieser Zielwert entspricht dem heutigen Nettopreis vor allen staatlichen Aufschlägen. Eine Entlastung auf diesem Niveau wäre keine Subvention, sondern die Rücknahme des staatlichen Aufschlags. Ohne den Deckel besteht die Gefahr, dass Steuersenkungen nicht bei den Betrieben ankommen, sondern in den Margen der Mineralölkonzerne verschwinden.
Dazu Gabriele Sehorz, Präsidentin des BDS Bayern: „Ja, das ist ein Eingriff in die freie Marktwirtschaft. Und ja, ein Unternehmerverband fordert das nicht leichtfertig. Aber der Schaden des Nichtstuns ist größer. Wenn unsere Wirtschaft unter diesen Energiepreisen zusammenbricht, wird es keine Transformation, keinen Klimaschutz und keine soziale Sicherheit mehr geben. Wir brauchen entschlossenes politisches Handeln – für unseren Mittelstand, für die Industrie und für unser Land. Jetzt."