12/04/2024
Hallo zusammen! Heute möchte ich über einige typische Beleuchtungsfehler sprechen, die mir immer wieder auffallen, und wie man sie beheben kann.
𝟭. 𝗙𝗮𝗹𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗙𝗮𝗿𝗯𝘁𝗲𝗺𝗽𝗲𝗿𝗮𝘁𝘂𝗿 𝗴𝗲𝘄ä𝗵𝗹𝘁
Ein verbreiteter Fehler ist die Wahl der falschen Farbtemperatur für die Beleuchtung. Warme Farbtemperaturen um die 2700 Kelvin schaffen eine behagliche Atmosphäre, während neutrales Weiß bei etwa 4000 Kelvin Deinem Wohnbereich den klinischen Touch einer Zahnarztpraxis verleiht. Kühlere Farbtemperaturen von 5000K bis 6500K erzeugen einen bläulichen Tageslichteffekt, der den Raum steril und kalt wirken lässt.
Der Fehler liegt oft darin, dass die Leute im Baumarkt einfach irgendwelche Glühbirnen kaufen, sie in ihre Lampen stecken und ihr Zuhause sich dann anfühlt wie ein Großraumbüro.
Doch es kommt nicht nur auf die Farbtemperatur an, sondern auch auf die Farbwiedergabe. Eine hohe Farbwiedergabe lässt das Licht natürlicher wirken und stellt sicher, dass Farben in deinem Raum realistisch dargestellt werden.
Unser
𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁: Setze in Wohn- und Schlafbereichen auf wärmere Töne und eine hohe Farbwiedergabe, um eine einladende Atmosphäre zu schaffen.
𝟮. 𝗘𝗶𝗻𝘇𝗲𝗹𝗻𝗲 𝗗𝗲𝗰𝗸𝗲𝗻𝗹𝗲𝘂𝗰𝗵𝘁𝗲 𝗮𝗹𝘀 𝗲𝗶𝗻𝘇𝗶𝗴𝗲 𝗟𝗶𝗰𝗵𝘁𝗾𝘂𝗲𝗹𝗹𝗲
Ein weiterer häufiger Fehler ist die ausschließliche Nutzung einer einzelnen Deckenleuchte. Dies führt oft zu harten Schatten und einem mangelnden visuellen Interesse. Eine einzelne Lichtquelle erzeugt oft monotones Licht, das keine Tiefe oder Dynamik in den Raum bringt. Außerdem wird Licht nur dort wahrgenommen, wo auch Schatten vorhanden ist. Um dem entgegenzuwirken, sollten verschiedene Arten von Beleuchtung verwendet werden – Umgebungs-, Arbeits- und Akzentbeleuchtung – um Tiefe und Funktionalität in den Raum zu bringen. Umgebungsbeleuchtung erhellt den Raum, Arbeitsbeleuchtung unterstützt spezifische Aktivitäten und Akzentbeleuchtung hebt Fokuspunkte oder Kunstwerke hervor.
𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁: Durch die Auswahl mehrerer Leuchten schaffst Du Schichten von Licht in deinem Raum. Durch die geschickte Platzierung entstehen interessante Licht- und Schattenspiele, die eine angenehme Wohlfühlatmosphäre schaffen können.
𝟯: 𝗗𝗮𝘀 𝟬-𝟴-𝟭𝟱 𝗣𝗿𝗼𝘃𝗶𝘀𝗼𝗿𝗶𝘂𝗺
Viele Menschen verwenden Standardleuchten als „Provisorium“, ohne deren Auswirkungen auf die Gesamtstimmung zu berücksichtigen. Dein Zuhause ist dreidimensional, und die Beleuchtung spielt eine wichtige Rolle, um das Auge nach oben und unten zu lenken. Eine langweilige Deckenleuchte, oder die aufgehängte Glühlampe als Dauerlösung wirken dem entgegen, weil sie keine Blicke auf sich ziehen. Selbst eine schlichte Leuchte mit indirektem Lichtwurf zieht Blicke auf sich, obgleich sie sich optisch zurückhält. Das liegt an dem Licht- und Schattenspiel, welches bei dieser Art von Beleuchtung entsteht. Auch durch Pendelleuchten oder schöne Deckenleuchten werden Blicke gelenkt.
𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁: Der Austausch von uninspirierenden Leuchten gegen stilvollere Alternativen kann das Ambiente sofort verbessern. Und keine Sorge wegen der Kosten; es gibt viele erschwingliche Optionen, die Persönlichkeit und Charme in Ihr Zuhause bringen können.
𝟰. 𝗞𝗲𝗶𝗻 𝗗𝗶𝗺𝗺𝗲𝗿 𝗲𝗶𝗻𝗴𝗲𝗯𝗮𝘂𝘁
Eine maximale Helligkeit mag schön sein, wenn Du putzten möchtest, oder an einem trüben Winternachmittag von zu Hause aus arbeitest, aber für ein stimmungsvolles Abendessen, oder einem gemütlichen Abend auf dem Sofa benötigst Du es ein wenige Subtiler. Ein einfacher Ein- / Ausschalter reicht da nicht aus. Ein Dimmer ermöglicht es Dir die Lichtstimmung individuell zu regulieren. Heutzutage gibt es keine Entschuldigung dafür, keine Dimmer zu verwenden. Sie bieten Flexibilität bei der Steuerung der Helligkeit und Stimmung eines Raumes und passen sich verschiedenen Tageszeiten und Aktivitäten an. Ob über herkömmliche Dimmerschalter, intelligente Glühbirnen, oder Appsteuerung, die Integration von Dimmfunktionen in Deine Beleuchtungseinrichtung kann die Funktionalität und Stimmung Deines Raumes erheblich verbessern.
𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁: Bei der Planung, sollten Dimmer in Wohnbereichen immer eingeplant werden. In vorhandenen Wohnsituationen kann der Schalter noch nachträglich problemlos gegen einen Dimmer ausgetauscht werden.
𝟱. 𝗙𝘂ß𝗯𝗼𝗱𝗲𝗻 𝗯𝗲𝗹𝗲𝘂𝗰𝗵𝘁𝗲𝘁 𝘂𝗻𝗱 𝗪ä𝗻𝗱𝗲 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁
Wenn du eine Pendelleuchte in die Mitte eines Raumes hängst, eine Reihe von Spotlights entlang des Korridors anbringst oder (am schlimmsten von allem) ein Raster von Einbauleuchten über die Decke verteilst, dann beleuchtest du den Boden. Auch wenn diese Anordnung auf Deinen Plänen ordentlich und symmetrisch wirkt, ist das nicht der beste Weg, um deinen Raum zu beleuchten. Niemand möchte unter einer solchen Leuchten sitzten und die harten Schatten im Raum arbeiten gegen eine gemütliche Lichtstimmung. Die Lösung besteht darin, stattdessen die Wände zu beleuchten. Platziere Spotlights nahe der Wand, um einen Lichtstrahl zu erzeugen, der in den Raum zurückgeworfen wird. Das Beleuchten der Wände zieht darüber hinaus auch die Blicke zu den Kanten und erzeugt so die Illusion von mehr Raum. In der Küche solltest Du die Spots gegen die Schränke scheinen lassen. Manchmal ist es auch passen einzelne, zusätzliche Einbauspots zur Akzentuierung von Gegenständen wie z.B. einen Kamin, ein Bild oder eine Kommode zu setzten. Das Ergebnis ist weicher und vorteilhafter. Mach dir keine Sorgen, wenn es auf dem Papier falsch aussieht, es ist das Gefühl in der Realität, das zählt. Selbstverständlich beleuchten auch Wandleuchten die Wand und können optimal zur Beleuchtung eines Raumes verwendet werden.
𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁: Das beleuchten von Wänden bringt eine weichere Ausleuchtung mit weniger harten Schatten und sollte insbesondere beim Planen von Einbauspots berücksichtigt werden.
𝟲. 𝗙𝗮𝗹𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗟𝗲𝘂𝗰𝗵𝘁𝗲 𝗴𝗲𝘄ä𝗵𝗹𝘁
Es kommt vor, dass man im Geschäft eine wunderschöne Lampe entdeckt und sich spontan zum Kauf entscheidet, in der Meinung, dass sie in den eigenen vier Wänden großartig aussehen wird. Doch eine solche Entscheidung kann leicht zu einer unzureichenden Ausleuchtung des Raumes führen, sowie zu einem optischen Design-Fauxpas. Um dies zu vermeiden, ist es ratsam, das Design sorgfältig zu planen und nur Leuchten zu erwerben, die nicht nur ästhetisch ansprechend sind, sondern auch funktional für den Raum geeignet sind. Hier können unsere erfahrenen Beleuchtungsexperten eine wichtige Rolle spielen, indem sie sicherstellen, dass die ausgewählten Leuchten perfekt zum Raum passen und zugleich Deinen persönlichen Stil widerspiegeln. Ein Beispiel hierfür ist z.B. eine große und auffällig Leuchte die über dem Esstisch gehängt ist. Was in einem einzelnen Esszimmer ein Beleuchtungs- und Designhighlight sein kann, ist in Essbereichen mit offenem Wohnkonzept ein optischer Störfaktor, welcher die freie Sicht durch den Raum stört.
𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:Überlege Dir im Vorfeld welche Art von Leuchte Du wo einsetzten möchtest. Dabei spielt selbstverständlich auch die Größe eine wichtige Rolle.
𝟳. 𝗙𝗮𝗹𝘀𝗰𝗵𝗲𝗿 𝗥𝗮𝘁
Zu guter Letzt auf der Liste der häufigen Beleuchtungsfehler geht es darum, sich bei der Planung an die richtigen Experten zu wenden. Die Lichtgestaltung ist ein relativ neues Feld in der Baubranche, und es mag nicht offensichtlich sein, warum es wichtig ist, einen Lichtplaner im Team zu haben. Früher haben wir uns Ratschläge von Innenarchitekten, Architekten, Elektrikern oder sogar von Malern geholt, aber mittlerweile stehen uns viele erfahrene Lichtdesigner zur Verfügung.
Warum Lichtgestaltung und sollte ich einen Lichtplaner beauftragen?
Ein Lichtplaner wird Deinen Raum, die Nutzer und ihre Bedürfnisse analysieren, um eine umfassende Lichtlösung zu entwickeln, die viele Faktoren wie Blendung, visuellen Komfort, Dein Budget, Energieverbrauch, Lichtstandards und neue Techniken berücksichtigt.
Während gute Architekten die Bedeutung von vertikalem Licht verstehen und dies in Ihre Planungen einbeziehen und Ingenieure und Elektriker mit Lux-Niveaus und KNX vertraut sind, überbrückt der Lichtplaner die Lücke zwischen den ästhetischen und technischen Aspekten von Licht und Beleuchtung, um eine Lichtlösung zu schaffen, die sich ebenso gut mit der Architektur wie mit den technischen Aspekten integriert.
𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁: Um Fehler bei der Beleuchtung zu vermeiden und die richtige Beleuchtung für deine Räume zu wählen, kannst du Unterstützung von unseren qualifizierten Lichtdesignern und Lichtplanern erhalten. Schick einfach eine E-Mail an [email protected] oder besuche unsere Homepage auf https://www.licht-raum-planung.de
Das waren meine Anmerkungen zu vermeidbaren Beleuchtungsfehlern, die mir immer wieder auffallen. Besonders fällt mir auch immer wieder auf, dass sich die meisten Kunden gar keine Gedanken machen, wie sie ihre neue Wohnung oder ihr Haus beleuchten wollen. Dabei ist einiges gar nicht so schwer. Frag Dich, was Dir an Deiner vorhandenen Beleuchtungssituation gar nicht gefällt und was Du schön findest. Dann schreibst Du Dir das auf uns arbeitest alles in Dein neues Konzept ein, was Dir gefällt und überarbeitest und vermeidest alles, was Dir momentan nicht gefällt. Frage Dich, welche Funktion die Räume haben werden. Wie werde ich den Raum nutzen? Von wo aus betrete ich ihn? Von wo möchte ich das Licht schalten und regulieren? Das alles hilft Dir und vor allem auch einem Lichtplaner, ein ideales Beleuchtungskonzept für Dich zu entwickeln. Eine gute Lichtplanung ist nicht nur eine Ansammlung von Erfahrungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen, sondern solle auch immer den persönlichen Präferenzen des Nutzers widerspiegeln.
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