IV Kaffee Kaffeerösterei

IV Kaffee Kaffeerösterei Frisch gerösteter Kaffee. Wir sind eine kleine Familien Kaffeerösterei.

Neu im Sortiment: Kolumbien Huila Supremo 100% Arabica Geschmack: Wein, weiße Trauben, Steinobst, Zitrusfrüchte, Weinsäu...
19/07/2025

Neu im Sortiment: Kolumbien Huila Supremo 100% Arabica

Geschmack: Wein, weiße Trauben, Steinobst, Zitrusfrüchte, Weinsäure.

https://iv-kaffee.de/kaffee/colombia-huila-supremo

Geeignet für:
Filterkaffeemaschine, French Press, Hario V60, Chemex, Cold Brew, Cezve

Die Region Huila
Huila ist eine der bedeutendsten Kaffeeregionen Kolumbiens und liegt im Südwesten des Landes, eingebettet zwischen den majestätischen Andenketten. Diese bergige Provinz erstreckt sich von den Ausläufern der Cordillera Oriental bis zur Cordillera Central und umfasst das obere Magdalena-Tal. Die Region ist geprägt von vulkanischen Böden, die durch jahrhundertelange geologische Aktivität entstanden sind und dem Kaffee seine charakteristische Mineralität verleihen.

Terroir und Anbaubedingungen
Die Kaffeeplantagen von Huila gedeihen in Höhenlagen zwischen 1.300 und 1.900 Metern über dem Meeresspiegel. Diese Höhenlage ist entscheidend für die Entwicklung der komplexen Aromen, die den Huila-Kaffee auszeichnen. Das tropische Bergklima mit seinen ausgeprägten Trocken- und Regenzeiten schafft ideale Bedingungen für die Caturra-Varietät, die hier vorwiegend angebaut wird.

Die vulkanischen Böden sind reich an Mineralien und bieten eine hervorragende Drainage, während die konstanten Temperaturen zwischen 18 und 24 Grad Celsius das ganze Jahr über optimale Wachstumsbedingungen gewährleisten. Die Niederschläge von etwa 1.800 bis 2.000 mm pro Jahr verteilen sich hauptsächlich auf zwei Regenzeiten, was zu zwei Ernteperioden führt – der Haupternte von Oktober bis Dezember und einer kleineren Ernte von April bis Juni.

Ernte und Verarbeitung
Die Kaffeeernte in Huila erfolgt ausschließlich von Hand, wobei nur die vollreifen, roten Kaffeekirschen gepflückt werden. Diese selektive Ernte, auch «Cherry Picking» genannt, ist arbeitsintensiv, aber unerlässlich für die Qualität des Endprodukts. Die Erntearbeiter müssen oft steile Hänge bewältigen und können pro Tag nur etwa 60 bis 80 Kilogramm Kaffeekirschen sammeln.

Nach der Ernte wird der Kaffee nach der gewaschenen Methode verarbeitet. Zunächst werden die Kaffeekirschen in Wasser gespült, um beschädigte oder unreife Früchte zu entfernen. Anschließend werden sie in Pulping-Maschinen entfleischt, wobei das Fruchtfleisch von den Kaffeebohnen getrennt wird. Die Bohnen, die noch von einer schleimigen Schicht (Mucilage) umgeben sind, werden für 12 bis 24 Stunden in Wassertanks fermentiert. Dieser Fermentationsprozess ist entscheidend für die Entwicklung der charakteristischen Säure und der fruchtigen Noten.

Nach der Fermentation werden die Bohnen gründlich gewaschen, um alle Rückstände zu entfernen, und anschließend auf Trocknungsplätzen oder in mechanischen Trocknern getrocknet, bis sie einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 10-12% erreichen.

Supremo-Qualitätsgrad
Der Supremo-Qualitätsgrad ist die höchste Klassifizierung für kolumbianischen Kaffee und bezieht sich auf die Größe der Kaffeebohnen. Supremo-Bohnen haben eine Größe von mindestens 17/64 Zoll (etwa 6,75 mm) und werden durch spezielle Siebe sortiert. Diese größeren Bohnen reifen langsamer und entwickeln dadurch komplexere Aromen. Die Bezeichnung «EP» (European Preparation) bedeutet, dass der Kaffee zusätzlich von Hand nachsortiert wurde, um defekte Bohnen zu entfernen und eine noch höhere Qualität zu gewährleisten.

Kleine und mittlere Betriebe
Der Kaffeeanbau in Huila wird hauptsächlich von kleinen und mittleren Familienbetrieben betrieben, die oft nur 1 bis 5 Hektar Land besitzen. Diese Fincas werden häufig in der dritten oder vierten Generation geführt und das Wissen über den Kaffeeanbau wird von den Eltern an die Kinder weitergegeben. Die Kaffeepflanzen wachsen oft im Schatten einheimischer Bäume, was nicht nur die Biodiversität fördert, sondern auch die Kaffeequalität verbessert.

Viele dieser Betriebe sind Mitglieder in Kooperativen, die ihnen beim Verkauf ihrer Ernte helfen und Zugang zu besseren Verarbeitungsanlagen bieten. Die Kooperativen spielen eine wichtige Rolle bei der Qualitätskontrolle und der Vermarktung des Kaffees auf internationalen Märkten.

Herausforderungen beim Anbau und der Ernte
Der Kaffeeanbau in Huila ist mit zahlreichen Herausforderungen verbunden. Der Klimawandel führt zu unvorhersehbaren Wettermustern, die die traditionellen Erntezeiten durcheinanderbringen können. Starke Regenfälle können zu Pilzkrankheiten wie der Kaffeerost (Roya) führen, während Trockenperioden die Erträge reduzieren.

Die steilen Berghänge erschweren nicht nur die Ernte, sondern auch den Transport der Kaffeekirschen zu den Verarbeitungsanlagen. Viele Farmen sind nur über unbefestigte Wege erreichbar, was besonders während der Regenzeit problematisch werden kann.

Ein weiteres Problem ist der demografische Wandel: Viele junge Menschen verlassen die ländlichen Gebiete auf der Suche nach besseren Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten in den Städten. Dies führt zu einem Mangel an Arbeitskräften während der arbeitsintensiven Erntezeit.

Wirtschaftliche Schwierigkeiten
Die Kaffeeproduzenten in Huila stehen vor erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen. Die Preise für Rohkaffee schwanken stark auf dem Weltmarkt und liegen oft unter den Produktionskosten. Kleine Farmer haben wenig Einfluss auf die Preisgestaltung und sind den Schwankungen der internationalen Börsen schutzlos ausgeliefert.

Die Kosten für Düngemittel und Arbeitskräfte steigen kontinuierlich, während die Kaffeepreise oft jahrelang auf niedrigem Niveau verharren. Viele Bauern können sich notwendige Investitionen in neue Pflanzen, Verarbeitungsanlagen oder Infrastruktur nicht leisten.

Der kolumbianische Peso hat in den letzten Jahren stark an Wert verloren, was zwar die Exporterlöse in lokaler Währung erhöht, aber gleichzeitig die Importkosten für Maschinen und Betriebsmittel verteuert. Hinzu kommt, dass viele Farmer keinen Zugang zu Krediten haben oder nur zu sehr hohen Zinssätzen.

Geschmacksprofil
Der Colombia Huila Supremo zeichnet sich durch ein komplexes Aromaprofil aus, das die einzigartigen Terroir-Bedingungen der Region widerspiegelt. Die gewaschene Verarbeitung und die Caturra-Varietät verleihen dem Kaffee seine charakteristische Reinheit und Klarheit. Im Geschmack dominieren weinige Noten, die an weiße Trauben erinnern, gefolgt von Aromen von Steinobst wie Pfirsich und Aprikose. Die lebendige Weinsäure wird durch frische Zitrusnoten ergänzt, die dem Kaffee eine angenehme Lebendigkeit verleihen. Diese harmonische Kombination macht den Huila Supremo zu einem außergewöhnlichen Kaffee, der die Handwerkskunst und das Engagement der kolumbianischen Kaffeeproduzenten widerspiegelt.

Adresse

Veynaustraße 11
Mechernich
53894

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