26/11/2024
Obst- und Gemüsestand Teil 2
Das Grundgerüst des Standes und auch das erhöhte Podest, auf dem die Verkäufer hinter den Auslagen auf den Stellagen hin- und herlaufen, baute ich dann auch ziemlich zügig, natürlich funktionierte das nur mit Hilfe meiner beiden Kater; denn Timmi kam zwischenzeitlich auch mal nachschauen, ob Felix mir die Arbeit gut von der Hand ging.
Der nächste Schritt war dann, dass ich mir einfallen lassen musste, wie ich die Stellagen für die Kisten mit Salat, Obst und Gemüse bauen sollte.
Im Original stehen dort Plastikkisten aufgetürmt auf Metallgestellen, wie eben auf jedem Marktplatz, unter den Auslagen, da ja auch jeden Abend alles wieder abgeräumt werden muss, um dann am nächsten Morgen wieder erneut alles aufzubauen und für die Kunden einladend zu präsentieren.
Da ich aber den großen Vorteil hatte, dass in Miniatur nichts weggeräumt werden musste und mir außerdem ein wenig künstlerische Freiheit zugestanden wurde, konnte ich da ein frei agieren und die Gestelle nach meinem Geschmack bauen.
Ich wusste genau wie die Untergestelle aussehen sollten, hatte das Bild auch ganz fest vor Augen, aber dann kam das berühmte Brett vor den Kopf.
Aber nach einigen kleineren Fehlversuchen, platzte der Knoten dann doch noch. Und wie immer, wenn es dann einmal läuft, dann läuft es auch richtig.
Die dann fertigen Stellagen legte ich dann zur Seite; ich wollte mich um den Bodenbelag kümmern.
Ich überlegte, ob ich mit Eierkarton eine Art Kopfsteinpflaster verlegen sollte, entschied mich aber sehr schnell dagegen, aus Angst, dass ich später die Gestelle mit den befüllten Kisten durch die Unebenheiten auf dem Boden nicht zum Halten bringen könnte.
Also entschied ich mich für einen klassischen Steinboden, in dem ich aus ganz normaler Pappe viereckige Steine schnitt und diese dann auf den Boden klebte.
Bei der Bodenerhöhung sah das etwas anders aus, da verlegte ich einen Holzboden und verkleidete gleichzeitig auch die Vorderfront der Erhöhung.
Das schreibt sich jetzt alles so schnell, doch ich benötigte schon eine Weile für diese „Bodenarbeiten“. und zwar einen kompletten Abend brauchte ich, um 185 quadratische Pappstücke zu schneiden und zu verlegen. Dazu kamen noch rund 160 Holzdielen für die Bodenerhöhung.
Sicher fragt ihr euch, woher die genaue Zahl kommt.
Ja das ist so ein Spleen von mir. Ich zähle immer bei jeder neuen Szene, die ich baue, die Einzelteile, weiß es dann später nicht mehr, aber hier, bei dieser Aufgabe, wollte ich es genau wissen und habe mir alles sorgfältig notiert, weil ich ja selbst auch neugierig war, was da an Einzelteilen für so ein Objekt am Ende zusammenkommt.
Dann kam Farbe ins Spiel, für die Bodenplatten wählte ich ein mittleres grau, die Holzdielen beizte ich mit Eiche rustikal mittel.
Um die rückwärtige Wand zu verkleiden, entschied ich mich dazu, Untertapete zu verwenden. Das Material ist leicht zu verarbeiten und ließ sich gut mit den dazwischen geklebten Bambusstäben, wie es sie bei Tischsets gibt, kombinieren. Also, ein Streifen Untertapete, ein Bambusstäbchen, usw.