25/01/2026
„Die Wunde ist der Ort, an dem das Licht in dich eindringt“ Rumi
Dieses Zitat habe ich neulich gelesen und dabei erstmal nur an mich gedacht. Es hat mich berührt auf meinen Weg der Heilung, den ich seit einem Dreiviertel Jahr beschreite. Davor gab es in meiner Welt so etwas wie Brustkrebs nur in meinem Umfeld, ich selbst habe mich für ziemlich unverwundbar und sogar irgendwie unverwüstlich gehalten. Diese Diagnose hat mich wach gerüttelt, mich auf meine eigenen Grenzen aufmerksam gemacht, mich mit Selbstfürsorge in Verbindung gebracht und mit einem Gefühl von Verbundenheit mit dem, was uns alle in der Tiefe unserer Seelen vereint: das Licht, von dem Rumi so schön spricht. Die Liebe der Schöpfung ♥️
Dieses wundervolle Zitat hat in den letzten Tagen eine ganz neue Bedeutung für mich bekommen. Denn die Situation im Iran berührt mich sehr. Ich war ja nur ein Mal dort, zusammen mit meinem Vater. Wir haben unsere Familie besucht und ich habe mich tatsächlich damals, mit 25 Jahren, zum allerersten Mal in meinem Leben komplett gut aufgehoben und geborgen gefühlt ♥️
Herzenswärme, liebevolle Fürsorge, ein wunderschönes Land und die Kraft der Familie durfte ich kennenlernen. Eine Familie, die sich alle Zeit der Welt für uns genommen hat. Zeit, die ich mir schon damals in meinem vollen und von so viel wichtiger Arbeit bestimmten Leben hier in Deutschland nicht gegönnt habe. Auch dann nicht, wenn ein Familienmitglied aus dem Iran hier bei uns zu Besuch war … ich hatte irgendwie immer etwas Wichtigeres dringend zu erledigen …
Was mir bleibt ist, es heute besser zu machen. Wenigstens hier mein tiefes Mitgefühl für die unaussprechlich grausame Situation der Menschen im Iran auszudrücken, auf ihr Leid aufmerksam zu machen in der Hoffnung und Gewissheit, daß auch durch diese Wunde am Ende das Licht scheinen wird ♥️ Freiheit für den Iran